In Berlin bewegen sich aktuelle Angebotsmediane für Eigentumswohnungen rund um 5.600 bis 5.800 Euro je Quadratmeter. Das zeigt, wie viel Geld bei Preisstrategie und Prozessqualität auf dem Spiel steht. Die Spanne belegen aktuelle Marktberichte von JLL und Engel & Völkers.1
Gleichzeitig stieg der Druck auf Käuferseite durch stark erhöhte Angebotsmieten, die in den letzten zwei Jahren um über 20% auf durchschnittlich 17,60 Euro pro Quadratmeter zulegten. 2Das unterstreicht die Nachfragebasis, von der Verkäufer profitieren können
Der Guide bietet praxisnahe Tools wie Checklisten, Roadmap, Rechner und Zeitplan, klärt zentrale Steuer- und Rechtsthemen und führt Verkäufer gezielt zu einem schnellen, rechtssicheren Verkauf mit maximalem Nettoerlös.
Zusätzlich zeigen aktuelle Daten, dass die Vermarktungsdauer in Deutschland zuletzt deutlich gesunken ist, was Tempo bei sauberer Vorbereitung realistisch macht.
Für wen geeignet: Eigentümer in Berlin, Erstverkäufer, vermietet oder leerstehend
Der Guide richtet sich an alle Eigentümer in Berlin und speziell an Erstverkäufer. Er berücksichtigt Unterschiede zwischen leerstehenden und vermieteten Wohnungen.
Wichtig für die Erwartungssteuerung: Vermietete Einheiten werden im Schnitt mit spürbarem Abschlag gehandelt. Aktuelle Daten für 2026 deuten darauf hin, dass dieser Abschlag je nach Mikrolage und Mietvertrag zwischen 20 und 35 Prozent liegt. Das bestätigt der IVD Berlin-Brandenburg auf Basis von Transaktionsdaten 3
Was sofort umgesetzt werden kann in 48 Stunden: Marktwert-Schnellcheck starten, Unterlagenliste eröffnen inklusive Energieausweis-Status, Käuferqualifizierung vorbereiten mit Bonitätsnachweisen und Terminraster für Besichtigungen.
„Beim Immobilienverkauf geht es nicht nur um Quadratmeter – es geht um den richtigen Moment, das richtige Gefühl und die richtige Geschichte.“
Wohnung verkaufen in Berlin in 8 Schritten
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1. Marktwert bestimmen
Ermittlung des realistischen Verkaufspreises basierend auf Lage, Zustand und aktuellen Marktdaten.
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2. Unterlagen vorbereiten
Zusammenstellung aller relevanten Dokumente (Grundbuch, Energieausweis, Teilungserklärung) zur Vermeidung von Verzögerungen.
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3. Strategie wählen
Entscheidung zwischen Privatverkauf oder Makler sowie Festlegung der Preisstrategie (z.B. Bieterverfahren).
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4. Vermarktung & Sichtbarkeit
Erstellung eines hochwertigen Exposés, Fotos und Platzierung auf relevanten Portalen für maximale Reichweite.
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5. Besichtigungen strukturieren
Vorqualifizierung von Interessenten und Durchführung effizienter Besichtigungstermine.
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6. Verhandlung
Prüfung der Bonität der Käufer und Verhandlung des finalen Kaufpreises und der Konditionen.
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7. Notartermin
Beurkundung des Kaufvertrags beim Notar zur rechtlichen Sicherung des Verkaufs.
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8. Übergabe & Steuern
Schlüsselübergabe, Erstellung des Übergabeprotokolls und Klärung steuerlicher Aspekte.
Schritt #1: Marktwert realistisch bestimmen
Der erste und entscheidende Schritt: den realistischen Marktwert ermitteln. In Berlin liegt der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen aktuell bei etwa 5.370 €/m² für Q3/2025.
Das heißt: Eine 80-m²-Bestandswohnung könnte theoretisch mit über 430.000 € bewertet werden – vorausgesetzt, Zustand, Ausstattung und Lage stimmen.
Zur Bewertung nutzt man im Kern drei Verfahren:
- das Vergleichswertverfahren (heranziehen realer Abschlüsse in vergleichbarer Lage)
- Das Ertragswertverfahren (bei vermieteten Wohnungen mit Kapitalisierung der Mieteinnahmen)
- Das Sachwertverfahren (bei besonderen Lagen oder Neubauten).
In der Praxis ist eine Kombination sinnvoll, um Schwankungen auszugleichen und realistische Bandbreiten zu erhalten.
IMMODO bietet sowohl einen kostenlosen Schnellcheck als auch eine manuelle, tiefgehende Bewertung mit Expertenanalyse. So bekommen Eigentümer eine erste Orientierung und eine geprüfte Bewertung aus Expertenhand.
Handlungsaufforderung: Starten Sie jetzt mit der Marktwerteinschätzung Ihrer Wohnung (bspw. via IMMODO-Tool). Genau dieser Schritt ist die Basis – ohne realistische Preisorientierung riskieren Sie entweder unter Wert zu verkaufen oder Interessenten abzuschrecken.
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Erhalten Sie eine manuelle, fundierte Einwertung statt eines automatisierten Berichts – inklusive klarer Hebel zur Wertsteigerung.
Kostenlose Einwertung startenSchritt 2: Unterlagen vollständig vorbereiten
Sorgfältig zusammengestellte Unterlagen sind die Grundvoraussetzung, damit der Verkaufsprozess nicht schon im Vorfeld ins Stocken gerät. In Berlin kommt es immer wieder vor, dass Verkaufsprozesse um Wochen verzögert werden, laut Berliner Gutachterausschuss liegt der Anteil der Objekte mit unvollständiger Dokumentation bei schätzungsweise 15–20 %.
Wichtigste Dokumente im Überblick:
- Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
- Teilungserklärung / Gemeinschaftsordnung
- Teilpläne und Aufteilungspläne
- Energieausweis (Pflicht spätestens bei Besichtigung, nach GEG)
- Protokolle der letzten Wohnungs-/Eigentümerversammlungen
- Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnungen, Rücklagenübersicht
- Nachweise über Modernisierungen, Renovierungen, Instandhaltungsrechnungen
- Grundrisse, Baupläne, Genehmigungen
- Bei vermieteten Einheiten: Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen, evtl. Mietsteigerungsnachweise
Rechtliche Pflicht: Der Energieausweis muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen – sonst drohen Bußgelder bis zu mehreren tausend Euro nach GEG. Zudem kann ein zu alter Grundbuchauszug oder fragmentarische Protokolle zu ernsthaften Verzögerungen beim Notartermin führen.
Unterlagen Checkliste
Vollständige Unterlagen sparen Wochen. Diese Liste deckt Standardfälle und Sonderfälle ab.
Standard Dokumente
Für jede Wohnung benötigt
WEG Unterlagen
Für Eigentumswohnungen
Vermietete Wohnung
Zusatzunterlagen
Sonderfälle
Erbe, Denkmalschutz, Erbbaurecht
Schritt 3: Strategie wählen: privat oder mit Makler
Vor dieser Entscheidung steht oft die größte Weichenstellung im Verkauf: Versucht man es selbst oder holt man sich professionelle Unterstützung?
Gut zu wissen: In Berlin liegen die üblichen Maklergebühren oft bei 3,0 bis 3,57 %. MwSt. auf Käuferseite – teils trägt die „Richtschnur Käufer trägt Provision“; das sollten Verkäufer bei der Kalkulation im Kopf behalten.
Ein Immobilienprofi bringt nicht nur Reichweite über Netzwerke und Plattformen, sondern minimiert juristische Fallgruben bei Kaufverträgen, Haftungsfragen oder Wertermittlung und kann oft höhere Angebote herausarbeiten. Marktanalysen deuten darauf hin, dass maklerbegleitete Verkäufe im Schnitt schneller abgeschlossen werden und oft bessere Preise erzielen, weil Käufer gewillt sind, für Sicherheit zu zahlen.
Privatverkauf klingt verlockend (kein Provisionseinsatz), birgt aber erhebliche Risiken: ein fehlender Hinweis, eine verpasste Frist, unvollständige Kaufvertragsklauseln und schon kann der Käufer Schadenersatzansprüche geltend machen oder der Deal platzen. Der Preisaufschlag durch Fachwissen und Sicherheit ist oft geringer als der potentielle Verlust durch Fehler.
Deshalb: Bewerten Sie ganz nüchtern Ihre eigenen Fähigkeiten, Ihre Zeitressourcen und Ihr Risikoprofil. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen und den maximalen Erlös im Blick behalten wollen, ist der Weg gemeinsam mit einer erfahrenen Agentur meist der Verantwortungsvollere.
Privatverkauf vs. Mit Makler
Der direkte Vergleich: Welcher Weg bietet Ihnen mehr Sicherheit, Freizeit und den besseren Erlös?
Schritt 4: Vermarktung und Sichtbarkeit erhöhen
In einem übersättigten Markt zählt Sichtbarkeit mehr als schönes Exposé: Die führenden Plattformen in Deutschland — ImmobilienScout24, Immowelt, eBay Kleinanzeigen — liegen laut SimilarWeb weit vorne in Nutzerzahlen.
Ein Inserat, das nicht prominent platziert ist, erreicht oft kaum mehr als 10–15 % der tatsächlichen Interessenten.
Ein systematischer, mehrkanaliger Marketingmix ist Pflicht. Das heißt:
- Listung auf Top-Portalen mit Premiumplatzierungen
- Ggf. Off-Market- oder Exklusiv-Veröffentlichungen in regionalen Netzwerken
- Social Media (z. B. Instagram, Facebook) mit zielgerichteten Anzeigen
- Professionelle Fotos, 3D-Grundrisse, Drohnenaufnahmen, virtuelle Rundgänge
- Staging / Home Staging, richtiges Licht, klare Sichtachsen
Wer diese Komponenten ignoriert, riskiert eine deutlich längere Vermarktungsdauer. Studien zeigen, dass Objekte, die länger als 100 Tage auf dem Markt sind, durchschnittlich bis zu 5-10 % Abschläge einbüßen. (In anderen Märkten belegt dieses Phänomen, was du unbedingt vermeiden musst.)
Mit einem strukturierten Vermarktungskonzept erreicht man nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern auch qualifizierte Anfragen: Käufer mit echtem Interesse und Finanzierung statt bloßer Neugier. In diesem Kapitel werden Tools, Timing, Budget und Postings ideal kombiniert — damit dein Objekt in Berlin nicht im Rauschen untergeht.
Marketingmix
Ein systematischer Ansatz für maximale Sichtbarkeit Ihrer Immobilie.
Schritt 5: Besichtigungen strukturieren und qualifizieren
Viele Eigentümer merken schnell: Nicht jeder, der eine Wohnung anschauen will, ist wirklich ein Käufer. Manche sind einfach neugierig – sogenannte „Besichtigungstouristen“. Das Problem: Jeder unnötige Termin kostet Zeit und Energie und kann am Ende sogar den Verkaufsprozess verlangsamen.
In Berlin sind oft 8–15 Besichtigungen nötig, bis ein verbindliches Angebot auf dem Tisch liegt. Wer seine Interessenten nicht filtert, kann am Ende doppelt so viele Termine absolvieren.
Darum lohnt es sich, Besichtigungen von Anfang an gut zu strukturieren:
- Vorauswahl treffen: Fragen Sie schon vorab nach einem Finanzierungsnachweis oder einer Bankbestätigung. So sortieren Sie aus, wer es wirklich ernst meint.
- Kaufkraft prüfen: Bonitätsauskunft oder Einkommensnachweise geben Sicherheit, besonders bei vermieteten Wohnungen.
- Termine bündeln: Statt ständig einzelne Führungen anzubieten, lieber feste Zeitfenster planen – zum Beispiel Samstagvormittag und Dienstagabend.
- Gezielte Fragen stellen: Mit einer kleinen Checkliste (Finanzierung, Motivation, Auszugszeitpunkt) finden Sie schnell heraus, ob der Interessent passt.
- Sicherheit beachten: Lassen Sie niemanden anonym durch Ihre Wohnung laufen. Kontaktdaten aufnehmen, Besucher begleiten und Leerlauf vermeiden.
Mit einer klaren Struktur sparen Sie Zeit, erhöhen die Chance auf ernsthafte Angebote und vermeiden böse Überraschungen wie Rückzieher in letzter Minute.
Schritt 6: Angebote bewerten und verhandeln

Wenn die ersten verbindlichen Angebote eintreffen, spürt man den Druck: Rabattwünsche, Bedingungen, Fristen – und plötzlich ist man mehr Verkäufer als Verhandler. Studien zeigen: In vielen Märkten werden Immobilienangebote oft 3–7 % unter dem Angebotspreis abgegeben. Wer keine erfahrene Verhandlungstaktik hat, riskiert, dass Käufer Zugeständnisse fordern – und der Gewinn schmilzt.
Doch der Preis ist nur ein Teil des Deals: Ist die Finanzierung gesichert? Wie flexibel ist der Käufer beim Übergabetermin? Welche Bedingungen oder Vorbehalte stecken im Angebot? Ein Niedrigpreisangebot von einem finanziell soliden Käufer kann oft besser sein als ein hochtrabendes Angebot mit vielen Vorbehalten.
Achtung bei Lowball-Angeboten oder Käufern, die unverhältnismäßig viele Nachlässe fordern; in solchen Fällen steigen die Chancen, dass sie kurz vor dem Notartermin abspringen.
Wenn Sie schon in dieser Phase viel Energie, Kopfzerbrechen und Zeit investieren – bedenken Sie: Ein erfahrener Makler hat Jahre in Verhandlungstechniken investiert. Er delegiert komplexe Verhandlungen, verständigt sich auf faire Bedingungen und filtert Angebote, bevor sie zu Ihrem Stress werden. So bleiben Sie in Kontrolle und vermeiden unangenehme Überraschungen.
Schritt 7: Notartermin und Vertragsprüfung
Der Notartermin ist der Moment, in dem alles verbindlich wird – und genau hier lauern oft die größten Fallstricke. Nach deutschem Recht (§ 311b BGB) ist der Kaufvertrag nur gültig, wenn er notariell beurkundet wird. Bevor Sie unterschreiben, muss ein Vertragsentwurf üblicherweise 1 bis 2 Wochen vorher vorliegen, damit Käufer und Verkäufer genug Zeit haben, alle Klauseln zu prüfen.
Wichtig: In Berlin übernimmt oft der Käufer die Notar- und Grundbuchkosten, etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises – doch das kann verhandelbar sein. Achten Sie darauf, dass der Zahlungszeitplan klar festgelegt ist, die Übergabe und Schlüsselübergabe ersichtlich sind und alle Bedingungen (z. B. Finanzierungsklausel, Lastenfreistellung) sauber formuliert sind.
Risiken beim Notartermin: Undurchsichtige Klauseln, fehlende Handübernahmeregelung, fehlende zeitliche Fristen oder unklare Zahlungsmodalitäten sind beliebte Quellen für Käufer-Rücktritte und gerichtliche Auseinandersetzungen.
Ein exklusives Plus: Ein erfahrener Immobilienprofi kann in dieser Phase dafür sorgen, dass alle Dokumente frühzeitig geprüft sind, Änderungswünsche koordiniert werden und der Ablauf beim Notar reibungslos verläuft – ganz ohne dass Sie jeden juristischen Kniff selbst durchdenken müssen.
Checkliste Notartermin
Gut vorbereitet zum Termin: Vertragsprüfung, Finanzierung und Unterlagen im Blick.
Essentials vor dem Termin
Unbedingt vorher klären
Kaufvertrag & Preis
Konditionen prüfen
Grundbuch & Lasten
Rechtliche Sicherung
Übergabe & Kosten
Abrechnung
Sonderfälle & WEG
Falls zutreffend
Schritt 8: Übergabe, Abrechnung, Steuern klären
Der letzte Schritt entscheidet oft, wie glatt oder holprig Ihr Verkauf endet. Die Übergabe sollte mit einem Übergabeprotokoll geschehen: Zählerstände, Schlüsselübergabe, Zustand protokollieren – und idealerweise von Käufer und Verkäufer unterschreiben lassen. Eventuelle Restbeträge beim Hausgeld oder rückständige Nebenkosten sind transparent abzurechnen.
Parallel läuft die Abrechnung: verbindliche Ausgleiche für Vorauszahlungen, Rücklagen, Sonderumlagen und die Abrechnung des Hausgelds. Bei vermieteten Wohnungen ist es wichtig, dem Mieter die überzogenen Vorauszahlungen oder Kautionen korrekt zu übergeben.
Steuern sind kein Nebenschauplatz: Wenn Sie die Wohnung innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung veräußern und sie nicht ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben, greift die Spekulationssteuer (§ 23 EStG) an. Der Veräußerungsgewinn muss in der Steuererklärung angegeben werden. Den Erlös abzüglich aller abzugsfähigen Kosten (Makler, Notar, Sanierungen) kennen Sie ja bereits — das gilt es, sauber zu dokumentieren.
Parallel wird im Grundbuch die Eigentumsumschreibung veranlasst, wenn die Auflassungsvormerkung greift, und der Käufer ist in der Regel verpflichtet, die Grunderwerbsteuer zu entrichten. Nach dem Notartermin wartet oft der offizielle Eintrag – bis dahin sind Sie technisch noch nicht aus dem Grundbuch gelöscht.
Bleiben Sie wachsam: Bewahren Sie alle Dokumente wie Kaufvertrag, Protokolle, Rechnungen etc. mindestens 10 Jahre auf. Fehler oder fehlende Nachweise können nach Jahren noch steuerliche oder rechtliche Folgen haben.
Markt und Preis: So erreichen Sie den Bestpreis in Berlin
Was den Preis in Berlin wirklich treibt: Lage, Zustand, Nachfrage, Rechtsthemen
In Berlin entscheidet die Mikrolage oft über Tausende Euro pro Quadratmeter. Cityweit liegen aktuelle Durchschnittswerte für Eigentumswohnungen je nach Quelle zwischen rund 4.850 und 5.380 Euro pro m².
Beispiele zeigen die Spanne: Aktuelle Marktdaten von Ende 2025 zeigen für Berlin gesamt durchschnittliche Angebotspreise von rund 4.950 Euro pro m². In Toplagen wie Mitte können diese jedoch weiterhin deutlich höher liegen, z. B. 6.800 bis 8.500 Euro pro m² je nach Kiez und Objektzustand.
Parallel signalisierte der Berliner Gutachterausschuss für das Gesamtjahr 2025 eine Bodenbildung bei den Preisen, mit tendenziell leicht steigenden Werten im Neubau. Kurz gesagt: Lage und Zustand bestimmen die Spitze, aber die Nachfrage hat sich stabilisiert, was die Preissetzung unterstützt.4
Preisstrategie: Angebotspreis, Preiskorridor, Bieterverfahren
Die Wahl der Strategie beeinflusst Erlös, Tempo und Verhandlungsmacht. Achten Sie darauf, dass die Startpreise zur echten Zahlungsbereitschaft Ihrer Zielkäufer passen. Der Markt wirkt 2025 stabiler, etwa mit Berlin-Bestandswohnungen bei rund 4.774 Euro pro m² im Q3 2025 WohnBarometer, aber Fehlpreise kosten Zeit und am Ende Geld. 5
Eine fundierte Bewertung reduziert das Risiko von Abschlägen. Wenn Sie möchten, kann eine neutrale Einwertung durch Profis wie IMMODO die Entscheidung absichern.
Preisstrategien im Vergleich
Die richtige Strategie entscheidet über Geschwindigkeit und Erlös. Finden Sie den passenden Ansatz für Ihre Marktlage.
Indikatoren für Timing und Geschwindigkeit
Tempo ist ein Preisfaktor. 2025 zeigen mehrere Indikatoren Rückenwind: Das ImmoScout24 WohnBarometer berichtet für Q3 2025 stabile bis leicht steigende Kaufpreise in den Metropolen und eine hohe Nachfragebasis. Gleichzeitig werden Kaufimmobilien im Schnitt deutlich schneller verkauft als im Vorjahr.
Im September 2025 lag die Verkaufszeit im Durchschnitt rund 39 Tage unter dem Vorjahr. Auch unabhängige Marktberichte nennen sinkende Vermarktungsdauern gegenüber 2024. Für die Praxis heißt das: Starten Sie mit marktkonformer Einwertung, achten Sie auf frühe Resonanz in den ersten 14 bis 21 Tagen und reagieren Sie datenbasiert, bevor Listings altern und Preisabschläge nötig werden.
Unterlagen und Vorbereitung
Unterlagen & Vorbereitung
Der Schlüssel zum schnellen Verkauf: Vollständige Akten vermeiden Rückfragen und schaffen Vertrauen.
Pflichtdokumente
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Zusätze bei Vermietung
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Foto-Briefing & Staging
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Privatverkauf oder Makler: ehrlicher Vergleich
Privatverkauf: Vorteile, Risiken, typische Fehler
Viele denken: „Kein Makler = mehr Gewinn, weil keine Provision“. In manchen Regionen Deutschlands werden heute trotzdem die meisten der Immobilien über Makler verkauft – ein Zeichen, dass viele Eigentümer die Vorteile professioneller Betreuung zu schätzen wissen. Der Privatverkauf hat klare Pluspunkte: volle Kontrolle über Exposé, Besichtigungszeiten und Verhandlung.
Aber er birgt subtile Fallen: falsche Preisansätze, mangelhafte Unterlagen, mangelhafte Käuferqualifizierung, Rechtslücken im Vertrag oder fehlender Ablaufplan. Ein typischer Fehler ist die emotional geführte Preisverhandlung, die in Zugeständnissen endet, oder ein zu hoher Startpreis, der Interessenten abschreckt. Wer all das selbst stemmen muss, investiert erhebliche Zeit und riskiert bei Fehlern finanziellen Schaden.
Verkauf mit Makler
Ein erfahrener Makler strukturiert den Prozess: Marktanalyse, hochwertiges Exposé, Reichweitenstrategie, qualifizierte Interessenten, Begleitung der Besichtigungen, rechtliche Prüfung, Verhandlung bis zum Notartermin. Qualitätssignale wie Referenzobjekte, Bonitätsquote der Käufer oder Mindestanzahl von Exposés sprechen für sich.
Die Vergütung sollte klar sein: ein Provisionssatz, Zahlungswege und Bedingungen sauber vertraglich geregelt – keine versteckten Kosten.
Der Vorteil ist: Der Eigentümer bleibt weitgehend frei von operativer Last; juristische Fallstricke werden durch Fachwissen abgefangen.
Entscheidungsmatrix: Zeitbedarf, Rechtssicherheit, Preisrisiko, Reichweite
Privat vs. Makler
Der direkte Vergleich von Aufwand und Nutzen.
Vermarktung, Leads, Besichtigungen
Listing und Reichweite
Vermarktungskanäle Berlin 2026
Wo finden Sie Ihren Käufer? Ein Vergleich von Reichweite, Zielgruppe und Effizienz für das kommende Jahr.
Qualifizierung von Anfragen
Jede Anfrage ist nicht automatisch ein Käufer. Wenn Sie früh qualifizieren, sparen Sie Besichtigungszeit und schützen Sie sich vor Fallen. Zwei essenzielle Dokumente helfen:
- Proof of Funds (Kapitalnachweis): Ein Nachweis, dass der Käufer über ausreichende finanzielle Mittel verfügt – Bankbescheinigung, Depotauszug oder Eigenkapitalnachweis – idealerweise vor der Besichtigung.
- Bonitätsnachweis: Schufa-Auskunft, Einkommensnachweise oder Kredit-Unterlagen, um realistische Zahlungsfähigkeit zu prüfen.
Zusätzlich lohnt ein kurzer Qualifikationsbogen vor dem Termin mit Fragen wie: „Seit wann suchen Sie?“, „Wann möchten Sie einziehen?“, „Woher stammt die Finanzierung?“, „Welcher Zeitrahmen passt?“ Damit eliminieren Sie seriöse Kandidaten von reiner Neugier. Professionelle Makler nutzen genau diese Filter im Vorfeld, sodass nur ernsthafte Anfragen in die engere Auswahl kommen — und Sie nicht Ihre Zeit mit virtuellen Touristen verschwenden.
Recht & Steuern
Berlin 2026 GuideDer rechtliche Rahmen für Ihren Verkauf: Fristen, Pflichten und steuerliche Aspekte auf einen Blick.
Spekulationssteuer & Fristen
Die Steuer (§ 23 EStG) fällt an, wenn Sie innerhalb von 10 Jahren mit Gewinn verkaufen.
Ausnahme Eigennutzung: Steuerfrei, wenn Sie im Verkaufsjahr und den beiden Vorjahren selbst dort gewohnt haben. Die 10-Jahres-Frist gilt ab Grundbucheintrag bis zum neuen Notarvertrag.
Vermietete Wohnung
Grundsatz: „Kauf bricht nicht Miete“ (§ 566 BGB). Der Käufer übernimmt den bestehenden Vertrag 1:1.
To-Do: Übergeben Sie alle Unterlagen (Mietvertrag, Kaution, Mieterhöhungen) lückenlos. Regeln Sie im Kaufvertrag exakt den Übergang von Nutzen (Miete) und Lasten (Hausgeld).
Energieausweis (GEG)
Pflichtdokument! Angaben wie Kennwert und Heizungsart müssen bereits ins Exposé.
Spätestens zur Besichtigung muss der Ausweis (Gültigkeit max. 10 Jahre) vorliegen. Verstöße können Bußgelder bis zu 10.000 € nach sich ziehen.
Notar & Abwicklung
Der Notar ist neutraler Treuhänder. Die Auflassungsvormerkung sichert den Käufer nach Beurkundung ab.
Abschluss: Nutzen Sie ein detailliertes Übergabeprotokoll für Zählerstände und Schlüssel, sobald der Kaufpreis geflossen ist.
Häufige Fragen
Alles, was Sie über den Wohnungsverkauf in Berlin wissen müssen. Kurz und bündig.
Ist es sinnvoll, jetzt eine Wohnung zu verkaufen?
Wie viel kostet 1 qm Wohnfläche in Berlin?
Wie kann ich meine Wohnung am besten verkaufen?
Welche Kosten entstehen beim Wohnungsverkauf für den Verkäufer?
Wie verkaufe ich meine Wohnung ohne Makler?
In welchem Alter kaufen sich die meisten ein Haus?
Welcher Tag ist der beste, um ein Haus auf den Markt zu bringen?
Wann sollte man im Alter sein Haus verkaufen?
Wie viel Steuer muss ich zahlen, wenn ich meine Wohnung verkaufe?
Was ist besser für den Hausverkauf, ein Makler oder eine Bank?
Wie verkauft man eine Wohnung am besten?
Fazit
Der Verkauf einer Wohnung in Berlin muss weder kompliziert noch riskant sein, wenn Sie ihn strategisch angehen. Mit einer realistischen Bewertung, klarer Planung und professioneller Begleitung lässt sich der Bestpreis sicher erreichen.
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Jetzt auf WhatsApp startenVerweise
- Housing Market Overview H1 2025 | JLL. (2025, September 5). https://www.jll.com/en-de/insights/market-perspectives/germany-living ↩︎
- News & Medien –. (2025, December 12). https://www.immobilienscout24.de/unternehmen/news-medien/ ↩︎
- GmbH, B. (2025, December 15). IVD-Service: Was 2026 für Immobilieneigentümer und Vermieter wichtig ist. Haustechnikdialog. https://www.haustechnikdialog.de/News/31016/IVD-Service-Was-2026-fuer-Immobilieneigentuemer-und-Vermieter-wichtig-ist ↩︎
- Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin – Geschäftsstelle. (2025). Die Entwicklung des Berliner Immobilienmarktes im 1. bis 3. Quartal 2025 [Report]. https://www.berlin.de/gutachterausschuss/_assets/amarktinformationen/amarktanalyse/04-02-010-2503.pdf?ts=1764682195 ↩︎
- ImmoScout24 WohnBarometer. (n.d.). ImmobilienScout24. https://www.immobilienscout24.de/wohnbarometer.html ↩︎
